Written by TI on Oktober 4, 2019 in Businessplanung

Die Pay-Back-Methode wird auch als Amortisationsrechnung, Pay-Back- oder Pay-Off-Methode bezeichnet. Sie ist eine der beliebtesten Methoden in der Investitionsrechnung:  über 90% der Schweizer Unternehmen verwenden dieses Verfahren [1]. Das Ziel ist, die Amortisations- bzw. Wiedergewinnungszeit eines Investitionsobjekts auszurechnen. Dabei ist ein Investitionsprojekt vorteilhaft, wenn seine Amortisationszeit geringer als ein vordefinierter Grenzwert ist.

Es gibt zwei Varianten, nach welchen die Berechnungen vorgenommen werden können: nach der statischen oder dynamischen Methode.

Statische Amortisationsrechnung

Die Amortisationszeit kann mit folgender Formel berechnet werden:

Dabei werden die Durchschnittswerte vom Jahresgewinn und den Abschreibungen betrachtet. Dieses Verfahren heisst Durchschnittsmethode und wird bei mehr oder weniger konstanten Gewinnen und linearen Abschreibungen genutzt. Leider können diese Bedingungen nicht immer erfüllt werden.

Deswegen gibt es eine weitere Methode der Pay-Back-Analyse – die Kumulationsrechnung. Dabei werden die Einnahmenüberschüsse (Einzahlungen – Auszahlungen) zusammenaddiert, bis die Summe dem Investitionsbetrag (ursprünglicher Kapitaleinsatz) entspricht.

Dynamische Amortisationsrechnung

Das dynamische Verfahren ist ähnlich wie die Kumulationsrechnung. Dabei werden die Barwerte der jährlichen Einnahmenüberschüsse, d.h. auf die Gegenwart abgezinsten Werte, betrachtet. Da die Abzinsung zur Minderung der Summe der kumulierten Werte führt, ist die Amortisationszeit bei der dynamischen Methode immer grösser bzw. länger als bei der statischen.

Einschränkungen

Die Pay-Back-Periode ist eine beliebte Kennzahl bei einer Investition. Damit kann nicht nur besser geplant, sondern auch das Investitionsrisiko besser eingeschätzt werden: Je länger die Amortisationszeit ist, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit von unvorhersehbaren Ereignissen und entsprechend grösser das Risiko eines Rückzahlungsausfalls.

Die Amortisationszeit alleine sagt noch nichts über die absolute oder relative Vorteilhaftigkeit eines Projektes aus, weil unterschiedliche Projekte mit Hilfe der Pay-Back-Analyse kaum verglichen werden können. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. Mit der Pay-Back-Methode erhält man keine Informationen über die Rentabilität einer Investition.
  2. Die Höhe der Jahresabschreibungen hat einen bedeutenden Einfluss auf die Amortisationsdauer.
  3. Die weitere Projektentwicklung nach Ende der Amortisationszeit wird nicht berücksichtigt.

Deswegen werden in der Regel weitere Analysen durchgeführt. Die Amortisationszeit gilt meistens als ein ergänzendes Kriterium.

[1] • Staehelin, E. (1988): Investitionsentscheide in industriellen Unternehmungen, Grüsch

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